Montag, 6. Februar 2017

Laxenburg, ein schöner Ort


Laxenburg

Laxenburg, Schloßplatz

 Aus alten Zeiten …


Quelle: „Laxenburg, Juwel vor den Toren Wiens“, Seite 111, "Ansicht des Schlosses Laxenburg mit Wirtschaftsgebäuden, Salomon Kleiner (Zeichnung) und Daniel Heumann (Stich)“, 1720 Museum Laxenburg,  Foto: H.Suck
 


Pietro Metastasio, der eigentlich Antonio Domenico Bonaventura Trapassi geheißen hat, wurde am 03.01.1698 in Rom geboren und verstarb am 12.04.1782 in Wien. Er war Dichter und Librettist und viele seiner Werke wurden vertont. Unter anderen von Antonio Caldera, Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart. Sein Sarkophag befindet sich in der Krypta der Michaelerkirche in Wien. Am Haus neben der Kirche (Kohlmarkt 11), dem Sterbehaus von Metastasio, ist ihm zu Ehren eine Gedenktafel angebracht. Ab 1729 war Metastasio ‚Hofdichter‘ am kaiserlichen Hof in Wien. Er war es, der diese sicher humorvoll gemeinten und in italienischer Sprache verfaßten Verse in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschrieben hat. Jedenfalls erwähnt das Herr Johann Basilius Küchelbecker in seinem Buch „Allerneueste Nachrichten vom Römisch - Kayserlichen Hofe“ aus dem Jahre 1732. Ich finde Pietro Metastasio hat damit Laxenburg, nicht nur für die damalige Zeit, sehr zutreffend beschrieben. Natürlich sind es heutzutage kaum ‚Majestäten‘ denen Laxenburg gefällt, vielmehr sind es die nicht ‚gekrönten‘, jedoch zahlreichen Besucher von Laxenburg.  
 
Schloß Laxenburg – damit ist jenes Gebäude gemeint, das man heute als das „Alte Schloß“ bezeichnet – war zur Zeit des Metastasio ein recht ansehnliches Bauwerk. Das belegt die um das Jahr 1720 entstandene Zeichnung von Salomon Kleiner und Georg Daniel Heumann recht augenscheinlich.
 
Ein breiter Wassergraben umgab damals das Schloß und es wurde von einigen Nebengebäuden flankiert. Die beiden hoch aufragenden Türme und der rechts im Wassergraben stehende „Aussichtsturm“, mitunter auch als „Badeturm“ bezeichnet, ließen das Gebäude imponierend erscheinen. Aber natürlich war es kein Prunkschloß, wie das 1734 unter Kaiserin Maria Theresia umgebaute und zu seiner heutigen Größe ausgebaute Schloß Schönbrunn.
 
Heute sieht das ‚Alte Schloß‘ im Vergleich wesentlich schlichter aus:


Der Ort selbst, durch Herzog Albrecht III. im Jahre 1388 zum Markt erhoben, hatte bei weitem nicht die Dimensionen einer Stadt. Aber ohne Zweifel war Laxenburg schon damals, wie auch heute noch, ein wunderschöner Ort. Warum sonst sollte Seine Majestät ihn für seinen jährlichen Aufenthalt im Frühjahr auserkoren haben? Die Majestät, von der Pietro Metastasio in seinem Vierzeiler behauptet ihm würde der Ort gut gefallen, war schließlich niemand geringerer als Kaiser Karl VI., der Vater der späteren Kaiserin Maria Theresia, der Erbauerin des „Neuen“ Schlosses, des „Blauen Hof“ in Laxenburg.
 
Längst gibt es keine Majestäten mehr in Österreich. Zumindest keine gekrönten. Die „Reigerbeitze“, derentwegen Laxenburg von den hohen und höchsten Herrschaften in vergangenen Jahrhunderten so gerne besucht wurde, ist Teil höfischer Geschichte, denn die Jagd auf Reiher mit Jagdfalken wurde bereits 1793 von Kaiser Franz II./I. aufgelassen. Auch staatstragende Verträge werden nicht mehr in Laxenburg geschlossen. Am 24. April 1725 unterzeichneten Philipp V. von Spanien und Kaiser Karl VI. im Beisein der Bevollmächtigten Baron Riperda (Spanien), Prinz Eugen von Savoyen, Graf von Sinzendorf, und Gundacher Graf von Starhemberg (Österreich) den Friedensvertrag mit Spanien. Und die Volksvertreter unserer Republik veranstalten ihre „Pirutschaden“, das waren zeremonielle Schaufahrten für Gäste des Hofes, zum Glück auch nicht mehr im wunderschönen Schloßpark.

Eine solche ‚Pirutschade‘ hat am 12. Mai 1823 im Schloßpark Laxenburg stattgefunden.  Wann, wo und wie, sogar wer mit wem in einen Wagen gesessen ist, darüber hat Gerhard Dützele von Coeckelberghe in seinem 1846 erschienenen Buch „Das k.k. Lustschloß Laxenburg, ein Wegweiser für Einheimische und Fremde“ berichtet:

 Pirutschade im Mai 1823.

Dies, dem Sorgenfrei einer bürgerlichen Familie ähnliche Gebäude war ausersehen worden, am 12. Mai 1823 während der Anwesenheit des Königs Ferdinand von Neapel in Wien dem allerh. Hofe und seinem Gaste aus dem Lande „wo die Zitronen blühen”, im Schatten ehrwürdiger deutscher Eichen zum Gasthause zu dienen.


Die erlauchte Gesellschaft erhob sich zu Fuße zu dem Lusthause, wo sie gegen 2 Uhr anlangte, und durch einen Gruß von 24 Schüssen aus dem herrlichen Kunstgeschütze der Stadt Nürnberg, die zwölf Monate genannt, bewillkommt wurde, das an der Gartengrenze gegen Lanzendorf aufgestellt war.

Im unteren Saale stand, seine Form nachahmend, die Tafel von 17 Gedecken. Sie war mit einer Spiegelplatte geschmückt, die drei goldene Vasen mit üppig emporragenden, beinahe Mannshohen Blumensträußen voll Duft und Farben trug und Flora’s heitere, aber vergängliche Kinder den ernsten Eichen gegenüber stellte, die das Haus umgeben, und an denen Jahrhunderte nur vorübergegangen, um ihre Riesenleiber auszubauen.

Gegen halb vier Uhr ward die Tafel, unter dem Donner der sechspfündigen Feldstücke, aufgehoben, und die Gesellschaft begab sich in das Freie, um die prächtig bespannten Gartenwägen in folgender Ordnung zu besteigen:

Im 1. Wagen: Der Obersthofmeister, als Führer des Zuges. Der Schloßhauptmann Riedl.
Im 2. Wagen: Der Kaiser Franz I. und der König Ferdinand.
Im 3. Wagen: Die Kaiserin, der Kronprinz und der Herzog von Reichstadt.
Im 4. Wagen: Erzherzogin Henriette und Erzherzog Anton.
Im 5. Wagen: Erzherzogin Hermine und Erzherzog Carl.
Im 6. Wagen: Erzherzogin Mar. Clementina und Erzherzog Franz.
Im 7. Wagen: Herzogin von Florida, Gemalin des König Ferdinand, und Erzherzog Palatinus.
Im 8. Wagen: Erzherzog Ludwig und Prinz v. Salerno.
Im 9. Wagen: Die Tochter der Herzogin von Florida und die Fürstin Delle Colle.
Im 10. Wagen: Die Fürsten di Butera und Niscemi, Kammerherrn des Königs von Neapel.

Nachdem der Zug, den der Oberstallmeister, Graf von Trautmannsdorf, zu Pferde begleitete, die verschiedenen Anlagen des Parkes befahren hatte erreichte die Gesellschaft um 5 Uhr Nachmittags die Franzensburg, von deren hohem Wartthurme ihr das Panner Österreichs entgegenwehte. Dem Geschmack der Zeit gemäß, in welchem diese Veste erbaut ist, waren ihre Zugänge und Wälle mit Thorwärtern und Burgknechten in alterthümlicher Tracht besetzt.

Die Gäste stiegen in dem Hofraume ab, um die Merkwürdigkeiten dieser Burg zu besehen, und begaben sich hierauf durch eine lange Gasse schwergeharnischter Lanzenträger, die vor dem Burgthore aufgestellt waren, zu der Überfahrt am Teiche, wo niedliche, von k.k. Pontonieren geführte Barken mit flatternden Wimpeln bereit standen. Eine halbe Stunde währte die Fahrt auf dem hellen Wasserspiegel durch die anmuthigsten Parthien, worunter sich die romantisch gelegene Schwaneninsel besonders auszeichnete. Um sieben Uhr landete endlich die Flotille unter türkischer Musik, an dem gewöhnlichen Stapelplatze, und die hohe Gesellschaft bestieg die zweispannigen Gartenwägen, um zu der Meierei zu gelangen, wo noch Erfrischungen eingenommen wurden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die alten Eichen, welche den Hain, in dessen Mitte dieses Lusthaus steht, bilden. Die meisten der Stämme zählen 6 bis 7, einige sogar 8 Jahrhunderte. Es sind noch Reste des uralten Forstes, welcher einst die Mönchsau, wie diese Gegend hieß, bedeckte.

Das „… dem Sorgenfrei einer bürgerlichen Familie ähnliche Gebäude …„ war das  ‚Lusthaus im Eichenhain‘, das ehemalige ‚Haus der Laune‘.


Quelle: „Laxenburg, Juwel vor den Toren Wiens“, Seite 223, "Pirutschade (Wagenausfahrt) zu Ehren des Sultans , 1873, Farblithographie, Museum Laxenburg, Foto A. Krisa“, Foto: H.Suck

 

Wer in Laxenburg nicht nur den Schloßpark besuchen, sondern auch achtsam durch den Ort spazieren, vielleicht sogar dem ‚Kulturparcours‘ folgen möchte, wird neben mehr, oder weniger modernen Wohnhäusern, auch einige prächtige Palais und noble Gebäude zu sehen bekommen.
 
An den entsprechenden Gebäuden angebrachte Informationstafeln nennen manch „illustre“ Namen. Namen und Titel von hochgestellten Persönlichkeiten der k.k. Monarchie, die einst diese Gebäude bewohnt hatten. Z.b.: Fürst von Schwarzenberg, Fürst von Dietrichstein, die Grafen Kaunitz, Sinzendorf, Schlick und Schönborn. Was davon zeugt, daß Laxenburg früher nicht nur Sommerresidenz des Kaiserhauses, sondern auch überaus beliebter „Zweitwohnsitz“ von Fürsten und Grafen war.

  

Informationstafel ‚Grünne Haus‘; Ausschnitt vom großen Saal im Grünne Haus mit Fresken von Johann Bergler

 Wie jeder andere Ort hat sich auch Laxenburg in den vielen Jahren seit der ersten schriftlichen Erwähnung im Jahre 1217 mächtig verändert. Der Ort ist erheblich größer geworden, ja, er war sogar kurze Zeit – wohl als Scherz gedacht – als Landeshauptstadt von Niederösterreich im Gespräch. Andererseits, welche Stadt oder Gemeinde in Niederösterreich kann schon mit zwei Schlössern, einigen Palais und sogar einer Ritterburg (Franzensburg) aufwarten? Zudem ist Laxenburg auch Sitz zweier internationaler Institutionen: Des IIASA (Internationales Institut für Angewandte System Analyse) mit Sitz im (neuen) Schloß Laxenburg ...



‚Neues‘ Schloß Laxenburg, Sitz des  I.I.A.S.A

  ... und der IACA (Internationale Anti Corruptions Akademie mit Sitz im ehemaligen Palais Kaunitz. Ist doch beachtlich für eine kleine Gemeinde, oder?  

 


 

Wie ich festgestellt habe wird dieser Blog sogar im ‚Ausland‘ gelesen. Also ‚gelesen‘ ist vielleicht übertrieben, aber er wird zumindest ‚angeklickt‘. Ich kann’s mir zwar nicht vorstellen, aber vielleicht gibt’s ja doch einigen Menschen auf dem Planeten Erde die nicht wissen wo sich Laxenburg befindet. Also: Die Marktgemeinde Laxenburg finden Sie in Europa, genauer gesagt in Österreich, etwa 15 km Luftlinie südlich vom Zentrum der Bundeshauptstadt Wien, im Bundesland Niederösterreich. Das Gemeindegebiet hat eine Ausdehnung von ungefähr 10,6 km² und es wohnen dort etwa 2800 Menschen. In der relativ kleinen Gemeinde Laxenburg gibt es – man höre und staune – zwei kaiserliche Schlösser und auch eine Ritterburg, die Franzensburg. Und nicht zu vergessen einen fast 2,8 km² großen Schloßpark samt Schloßteich.






Eine große Stadt ist Laxenburg – welch ein Glück – noch immer nicht. Heute, 2016, 628 Jahre nach der Markterhebung, hat Laxenburg immerhin rund 2850 Einwohner und zählt ungefähr 778 Häuser. Joseph Oehler berichtete in seinem Buch „Panorama von Wiens Umgebungen“, das 1807 erschienen ist, über Laxenburg: „Der Markt ist weitläufig, schön gebaut, und enthält außer den kaiserlichen Gebäuden noch 92 Häuser, ....“

Es geht aber noch kleiner: Auf dem ersten mir zur Verfügung stehenden Plan, der „Mappa“ aus dem Jahre 1716, ist von einem Ort noch nicht wirklich viel zu sehen.




Laxenburg ist mächtig gewachsen, aber noch immer das geblieben, was es immer schon war: Ein wunderschöner, ein überschaubar kleiner, aber auch ein geschichtsträchtiger Ort. Eben der „Goldene Markt“.
 
Die geschichtliche Entwicklung meiner Heimatgemeinde ist durchaus interessant. Es ist spannend zu erfahren wie die Besiedelung der Gegend erfolgte, welche Herren und Herrscher in der wechselvollen Geschichte als Eigentümer auftraten und mit welch unterschiedlichen Namen der Ort in alten Dokumenten erwähnt wurde. Lachsindorf, aber auch Lachsendorf, Lassindorf, Lahsendorf, sind einige davon, bis letztendlich dieser historische Ort als ‚Laxenburg‘ bis in die heutige Zeit bekannt und berühmt geworden ist.
 
Über die wechselvolle Geschichte des Ortes, der „Herrschaft“ Laxenburg zu berichten, das möge gelernten Historikern vorbehalten bleiben. Wer an der geschichtlichen Entwicklung von Laxenburg interessiert ist, wer mehr darüber erfahren, sich einen tatsächlich umfassenden Überblick verschaffen möchte, dem empfehle ich das wahrlich grandiose, als ‚Heimatbuch‘ gedachte Werk eines vierköpfigen Autorenteams (Dr. Elisabeth Springer, Mag. Barbara Hafner-Düringer, Mag. Margarete Platt, Ing. Michael Heidenreich) unter der Leitung von Frau Dr. Elisabeth Springer: „Laxenburg, Juwel vor den Toren Wiens“.
 
Dieses Prachtbuch: 616 Seiten, zahlreiche Farbbilder, Format 32 x 24 x 5 [cm], Gewicht 4 kg, ist im Gemeindeamt Laxenburg (im Rathaus am Schloßplatz), sowie im Museumsshop in der Franzensburg zu erwerben.









Einige Impressionen:

 

 


 
 


  


 


  


  


  


  


  


  



  


  


  


  


  



  


  


  


  


  


  


  


 

 

 

Sonntag, 20. November 2016

Franzensburg in Laxenburg


Franzensburg




Die Franzensburg, ihre zahlreichen Räumlichkeiten, die Vielzahl zu bestaunender Sehenswürdigkeiten, in einem einzigen Blogbeitrag auch nur halbwegs umfassend zu beschreiben ist einfach nicht möglich.

Wenn auch nicht ganz billig, so würde ich jeden Besucher empfehlen sich Gebäude und Räumlichkeiten dieser „Ritterburg“ im Rahmen der angebotenen Führungen anzusehen. Das lohnt sich! Die Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft bietet zwei Führungen an: Neben der Führung durch die Räumlichkeiten der Ritterburg, wird auch eine Führung „über die Dächer“ angeboten. Obwohl der ‚Aufstieg‘ auf den Turm ein wenig beschwerlich, immerhin sind bis zur Plattform des „Hohen Turmes“ in luftiger Höhe etwa 160 Stufen zu erklettern (und nein, kein Lift!), ist die Führung „über die Dächer“ eigentlich ein „Muß“. Der Spaziergang entlang der Galerien der Mauer, die Wohnung des Burgpfaffen, die enge „Mordgalerie“, besonders aber der märchenhafte Weitblick vom Hohen Turm über die Umgebung von Laxenburg (bei schönem Wetter bis Wien und zum Schneeberg) ist einfach unbeschreiblich.

 

Das freundliche und bestens geschulte Personal, das durch die Franzensburg führt, bemüht sich sehr alles Wissenswerte über die Räume, die darin gesammelten Kunstschätze, über die vielen Gemälde, Statuen und Waffen, über die edlen Möbel, die großartigen Holzdecken, Fußböden, wertvollen Tapeten und farbenprächtigen Glasbilder zu erzählen. Man hört bei solch einer Führung allerdings so viel und in so kurzer Zeit, daß man sich das sicher nicht merken kann. Wer möchte, kann das Gehörte - und noch weit mehr - in dem Büchlein „Die Franzensburg in Laxenburg, ein Führer durch Geschichte und Gegenwart“ (mit Beiträgen von: Anna Bürgler, Liselotte Hanzl, Eva Ottillinger, Matthias Pfaffenbichler, Elisabeth Springer und Hubert Winkler, ISBN 3 950 0715 12), das sowohl eine Chronologie der Burg als auch eine ausführliche Beschreibung der Räumlichkeiten beinhaltet, noch einmal in aller Ruhe nachlesen. Das Büchlein ist im kleinen, aber sehr feinen Museums-Shop in der Franzensburg erhältlich.




Die Franzensburg ist, neben dem „Alten Schloß“, ganz sicher das bedeutendste Bauwerk im Schloßpark Laxenburg. Und das nicht nur der räumlichen Ausdehnung wegen. An Bekanntheit übertrifft die Franzensburg das ‚Alte Schloß‘ sogar bei Weitem. Dieses, auf einer Insel im (künstlich angelegten) Schloßteich stehende, einer mittelalterlichen Ritterburg nachempfundene Bauwerk, erweckt bei Besuchern des Parks ganz besonderes Interesse.

Bauherr dieses Denkmals war Kaiser Franz II/I., der, wie in mehreren Quellen zu lesen ist, auch die Idee dazu hatte. Für die Entwürfe des Bauwerks und die Errichtung ist aber ein kongeniales Paar verantwortlich: Der damals noch als ‚Kassier im Geheimen Kammerzahlamt‘ beschäftigte Michael Riedl und der ‚Hof-Steinmetzmeister‘ Franz Jäger. 1798 wurde mit dem Bau begonnen und Michael Riedel, der zwei Jahre später Schloßhauptmann von Laxenburg wurde, schrieb dazu am 8. Dezember 1798:

„Seine Majestät haben mir am 5ten dieses Monats zu befehlen geruhet, daß der Eurer Excellenz schon vorläufig mündlich angezeigte Bau des neuen Gartenhauses in Gestalt einer gothischen Burgveste nach den von Sr. Majestät Selbst vorgelegten Plan fortgeführet; - daß unter der Leitung des Ingenieur Oberlieutenants Herrn v. Detroux der Große Garten Kanall an der Seite von Achau verlängert, in den neuen Parkgraben bis zu dem neuen in der Rede stehenden Gebäude, alwo er in den sogenannten Tönnl-Bach seinen Ausfluß erhält, geleitet, und daß beides bis August des künftigen Jahres in fertigen Stand gebracht werden soll.“

(HHStA, SHLB, Fasz, 1, Nr. 37/1798, 8. Dezember 1798)

Den oben erwähnten Schloßhauptmann Michael Riedl lediglich in einer Anmerkung zu erwähnen würde der Bedeutung dieser Persönlichkeit wahrlich nicht gerecht werden. Josef Zykan (Dr. Josef Zykan (1901 – 1971), Landeskonservator für Niederösterreich im Bundeskanzleramt) bezeichnete Michael Riedl einmal als „Spiritus rector“, als den lenkenden Geist für die Gartenanlage und besonders die Gestaltung der Franzensburg. Ein eigener Beitrag in diesem Blog ist daher der Person Michael Riedl und seinem Wirken in Laxenburg gewidmet.

Für den Bau der Franzensburg wurden Bauelemente und Material unter anderem aus den Klöstern Klosterneuburg (Capella Speziosa) und Waldhausen verwendet. Ganz spezielle, ungewöhnlich große Ziegel, sogenannte „Fortifications Ziegel“ wurden eigens im Ziegelofen der Herrschaft Vösendorf hergestellt.

Die Räume der „Ritterburg“ beinhalten zahlreiche Kunstschätze. Ausstattung und Einrichtung für die Burg kam überwiegend aus aufgehobenen Kirchen, Klöstern und alten Burgen. Das Kloster Waldhausen und die ehemalige Capella Speziosa aus Klosterneuburg (siehe Rittersäule) wurden schon erwähnt. Der Herr Kaiser hat seinen Schloßhauptmann, den Herrn Michael Riedl, immer wieder ausgeschickt, um in Schlössern und Stiften Kunstgegenstände für seine Burg zu erbitten. Und, na ja, ein Kaiser bat gewöhnlich nicht vergebens.

So finden sich in der Franzensburg mannigfache Kunstgegenstände, wertvolle Holzkassettendecken und Fußböden, wunderschöne Gemälde, erlesene Tapeten und zahlreiche Möbel unter anderen aus den Schlössern Greilenstein, Pöggstall, Rapottenstein, aus der Rosenburg, den Stiften Klosterneuburg, Wilhering und Zwettel, und den Klöstern Waldhausen und Säusenstein.

Im September 1800 muß schon viel von dem Bauwerk fertiggestellt gewesen sein, denn Franz de Paula Gaheis, der um diese Zeit Laxenburg besucht hatte, faßte seine Eindrücke von der „Ritterfeste“ in seinen 1801 erschienenen „Wanderungen und Spazierfahrten in die Gegenden um Wien“ zusammen:

„Mitten auf einer weit ausgedehnten Ebene, von Gräben, Bächen, Inseln, und einem starken Walle umgeben, starrte aus Quadern gebaut eine Ritterveste empor. Da der Bau derselben noch nicht vollendet ist: so konnten wir nur die Ringmauern umgehen. Wir gingen über die Brücke des Schloßgrabens, wendeten uns etwas rechts zum ersten Thore, das mit einem halb herabgelassenen Fallgitter versehen ist, dann links neben den Kanonenbeeten hinüber zu dem anderen Schloßthore, bewunderten das Thürmchen der Schloßkapelle und die Höhe und Festigkeit des noch unausgebauten Thurmes, dessen unterer Theil zu Kerkern bestimmt zu seyn scheint; besahen den anderen Thurm, der oben mit einem Säulengange umgeben auf der Spitze des mit buntglasirten Ziegeln bedeckten Daches mit einem beweglichen Rüstmanne versehen ist. Wir dachten uns endlich in die Vollendung dieses Werkes, verglichen es mit den Schlössern Greifenstein und Lichtenstein, und freuten uns bey einer anderen Gelegenheit auch diese heiligen Hallen durchirren, und sie, sammt dem dabey liegenden neuen Venedig, so viel in unseren Kräften steht, darstellen zu können.”

"Feste im Park von Lachsenburg", Aquarell von Ludwig Maillard, 1803; aus „Die Franzensburg in Laxenburg“; Seite38; Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft; Foto H.Suck

Am 15. Oktober 1801 fand die Einweihung der Kapelle statt und damit war das Bauvorhaben vorerst, aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Auf dem Aquarell von Ludwig Maillard aus dem Jahre 1803 ist deutlich zu erkennen, daß die eigentliche Franzensburg und der Knappenhof damals durch einen Wasserlauf getrennt waren. Auch die „Kanonenbeete“ sind darauf deutlich zu erkennen. Auf dem Ausschnitt aus dem Plan von Czollitz aus dem Jahre 1803 erkennt man ebenfalls, daß Knappenhof und ‚Ritterburg‘ damals voneinander getrennt auf separierten Inseln standen.
 




Im Knappenhof befanden sich Wirtschaftsräume und die Wohnung für die Burgwache. Auch eine Sattel- und Waffenkammer war untergebracht und sogar ein „Ritterbad“, angeblich ausgestattet mit einem beheizbaren Becken aus rotem Marmor.

Die Franzensburg konnte sofort nach der Fertigstellung besichtigt werden und es ist recht interessant zu erfahren, wer diese Leute waren, die schon am 17. Oktober 1801 die Franzensburg besucht haben:

„Bereits unmittelbar nach der Fertigstellung der Anlage konnte, wie Eintragungen im Besucherbuch zeigen, dieses Bauwerk von jedermann besichtigt werden. Am 17. Oktober 1801, zwei Tage nach der Weihe der Kapelle, besuchten die Kammerfrau des Kronprinzen, der Kammerheizer, der Leiblakai des Kronprinzen, der Kammerbote, eine Mundköchen, der Hofapotheker, die Witwe Josepha le Noble, die k.k. Zimmerwarterin Franziska Kripel mit drei Familienmitgliedern, Marie Le Noble, weiters der Musselinmacher Ferdinand Scheibe; der Bandmacher Joseph Nowack, der Strumpfwirker Johann Jakob Scherbauer und die Drechsler Witwe Catharina Drybertin die neuerbaute Ritterburg.“ (Aus: „Die Franzensburg in Laxenburg“. Ein Führer durch Geschichte und Gegenwart. Seite 38; Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft M.B.H.)

Burgwächter in Uniformen waren stets zugegen, zumeist altgediente Militärs, die bequemerweise ihre Wohnung gleich in der Knappenburg hatten. Diese Herren führten interessierte Besucher nicht nur durch die Burg, sie waren auch stets bereit Auskunft und Erklärung zu den zahlreichen Kunstschätzen zu geben. Leider konnte ich nicht eruieren, ob auch damals schon „Entree“ verlangt wurde, oder ob ein Obolus an den Führer ausreichte.

Eine Fähre, um zur Burg zu gelangen, gab es damals noch gar nicht (siehe „Fähre“). Sowohl die kleinere Knappenburg, als auch die große Ritterburg waren ja nur durch schmale Wasserwege vom Festland getrennt, und über zwei kleine Brücken konnten die Besucher die Ritterfeste leicht vom ‚Festland‘ aus erreichen.

Schon kurz nach der Fertigstellung entstand der Plan die beiden separiert stehenden Objekte durch einen Verbindungsbau zu vereinen. Die Realisierung sollte freilich Jahre dauern. Noch im Jahre 1801 wurde allerdings damit begonnen, den Teich rund um die Franzensburg zu erweitern und die Festungsanlagen rund um die Burg zu entfernen. 1805 beschreibt Josef Widemann in seinem Buch „Mahlerische Steifzüge durch die interessantesten Gegenden um Wien“ die Situation:

„Wenn einst der junge Wald von Tannen und Fichten, der die schon vollendete Franzensburg umgibt, sich wölben wird, wenn die, alle Täuschung störenden, mit Kanonen besetzten Außenwerke beseitiget, und die Wassergräben abgelassen seyn werden, wie es ein Auftrage ist: so wird das Aeußerliche dieses Ritterfeste, die ganz nach einem wirklichen, in Tirol gelegenen Lieblingsschloße Kaiser Maximilian I. erbaut wurde, ungemein gewinnen. Und da jedes Schloß in erhöhter Lage sich besser ausnimmt, so wäre zu wünschen, daß man die Schanzen nicht abtragen, die Wassergräben nicht ausfüllen, sondern durch Kunst zu täuschenden mit Bäumen besetzten Hügeln, Thälern und Hohlwegen umgestalten möchte, um der Burg das Aussehen einer waldichten höheren Lage zu geben.“

1807 waren alle Erdwälle und die kanonenbesetzten „Außenwerke“, die Herrn Widemann so gestört hatten, abgetragen, und Knappen- sowie Ritterburg standen nun weiter vom Seeufer entfernten auf einer Insel. Natürlich hätte man die Brücke zum Ufer verlängern können, doch Kaiser Franz I. schwebte ein ganz neuer Zugang zu den Gebäuden vor. Er befahl anstelle der Brücke einer Fähre zu errichten. Diese Fähre, auch als „Fliegende Brücke“ bezeichnet, wurde schließlich im Jahre 1811 – nach einem Entwurf des „Mechanikus“ Franz Besetzny – ausgeführt. Zu dieser Zeit bekam die Knappenburg auch ihren noch heute zu bewundernden recht auffälligen Torturm.



1825, bis dahin standen Knappen- und Franzensburg ja getrennt nebeneinander, wurde schließlich der schon lange geplante Verbindungsbau der beiden Gebäude – nach dem Projekt des „Laxenburger Ingenieur und Hofbauübergeher“ Georg Felbinger – in Angriff genommen und bis zum Jahre 1835 realisiert.




Durch die Verbindung der beiden Bauten und den Standort der Fähre ergab sich die Notwendigkeit eines neuen Zugangs für die Besucher.

Der nordwestlich in der Burgmauer befindliche ehemalige Zugang, der durch den heute als „Torweg“, oder „Vorzimmer der Burgfrau“ bezeichneten Raum führte, wurde zugemauert. Besucher die die Fähre nutzten betraten seither die Innenhöfe durch den Knappenturm. Oder sie bevorzugten den „Landweg“. Der führt vom Turnierplatz aus über den (damals als „Fahrweg“ bezeichneten) Weg zur sogenannten „Eisernen Brücke“, über die „Zwischeninsel“ und die „Drei Bogen Brücke“ zur Rückseite der Franzensburg.

Franz Weidmann schreibt darüber in seinem Buch „Die Umgebungen Wien’s historisch malerisch geschildert“ im Jahre 1853:

„… Der ehemalige Zugang gegen Norden ist jetzt verschlossen, und der Zugang geschieht nun entweder mittels der Fähre durch den Knappenhof, oder zu Lande, östlich von der Seite des Turnierplatzes. …“

Wie dieser, von Herrn Weidmann erwähnte, ehemalige Zugang unterhalb des „Capitulations Balkon“ ausgesehen hat, davon soll es eine Zeichnung geben. So schreibt zumindest Lorenz Seelig in einem Artikel der „Wiener Architekturzeichnungen in Coburg“:

„… Die Authentizität der zumeist >G: Fr:< signierten Blätter wird durch die Unterschrift des Laxenburger Schloßhauptmanns Michael Riedl bestätigt, der die Konzeption der Gesamtanlage maßgeblich bestimmte. Unter den Zeichnungen besitzt besonderes Interesse die Wiedergabe des vormaligen >Haupt Thor nebst dem Capitulations Balkon in der Franzensburg<: Vor der Errichtung des sog. Vereinigungsbaus diente das im Nordwestflügel zwischen Speisesaal und Zofenzimmer gelegene (und heute zugemauerte) Tor als Zugang zum Hof der Franzensburg. „

Herr Lorenz Seelig zitiert dann Julius Maximilian Schottky (1797-1849), Schriftsteller und Volkskundler aus dem Jahre 1821:

„ … nun steht man vor dem stark mit Eisen beschlagenen Burgthore selbst, auf welchem zwey geharnischte Ritter mächtig aufgemahlt …, (die) den Kommenden das landesherrliche Wappen entgegenhalten.“

Leider habe ich die erwähnte Zeichnung, die uns anschaulich zeigen könnte wie dieses ehemalig Tor wirklich ausgesehen hat nirgendwo entdeckt.

Auch aus Josef Widemann‘s „Mahlerische Steifzüge durch die interessantesten Gegenden um Wien“ aus dem Jahr 1805 wird von Herrn Lorenz Seelig zitiert:

„... Von der Gallerie führt ein schmales Pförtchen auf einen Erker. Trauer herrscht in der Burg, wenn er geöffnet wird: es ist der Kapitulationsbalkon.“

Hier ist dieser ‚Kapitulationsbalkon“ mit den in rot-weiß schräg gestreiften Türen im Bild. Von hier aus hätten die tapferen Verteidiger in tiefer Trauer einem siegreich anstürmenden Feind die Aufgabe der Burg signalisiert. 





Bei einer Führung durch die Räume der Franzensburg könnte man gut und gerne 35 Räume besichtigen. Könnte man, vorausgesetzt die Gruppe der Besucher ist nicht allzugroß, unvermeidliche Frage halten sich in Grenzen und ‚Zurückgebliebene‘ müssen nicht immer wieder gesucht werden. Bei einer begrenzten ‚Führungszeit‘, wie in jedem Museum üblich, muß mitunter da und dort ein wenig rascher gesprochen, weniger erzählt, auch mal ein Zimmer, ganzer Saal ausgelassen werden.

Gehört nicht unbedingt hierher, aber ich stelle mir vor dieser Herr … wie hat der nur geheißen? Schetzko jedno. Jedenfalls war er österreichischer Bundeskanzler und der  hat so langsam geredet, daß … also hätte der durch die Franzensburg geführt, er hätte gerade einmal … sechs bis sieben Räume geschafft. Mehr sicher nicht. Die Damen, oder Herren, die durch die Räumlichkeiten führen und die Vielfalt des zu Bestaunenden erklären sind ‚geschwindigkeitsmäßig‘ jedenfalls deutlich redegewandter.

Ich beschränke mich in diesem Blog-Artikel darauf einen kleinen Teil der Burg etwas näher zu beschreiben, der mich schon ‚damals‘, als junger Mann, an dieser Burg besonders fasziniert hat: Den ‚Hohen Turm‘ und sein stellenweise ‚schauriges‘ Innenleben.




Was eine richtige Burg ist, hat natürlich auch ein Burgverließ. Einen Kerker. Einen solchen hat sie natürlich auch, die Franzensburg. Im Keller, eigentlich im Erdgeschoß des „hohen Turms“. Dort sitzt ein angeketteter Gefangener bei Wasser und Brot (denk‘ ich halt) und harrt seines Urteilsspruches der vom ‚hohen Gericht‘ beschlossen wird.




Wie lange er dort schon sitzt? Ich weiß es nicht. Sein Urteil wird jedenfalls ein Stockwerk höher, in der sogenannten Gerichtsstube gefällt. Für uns Besucher führt der Weg dorthin über eine Wendeltreppe aus Stein.


Gerichtsstube; Kultur und Museumsverein Laxenburg; Foto H. Suck

Das überlieferte (fiktive) Prozedere der Urteils-Verkündung klingt schon sehr kurios. Auf der obigen Zeichnung der Gerichtsstube ist links im Hintergrund deutlich eine Seilwinde zu sehen. Das Seil ist über eine an der Decke befestigte Rolle geführt, die genau senkrecht über der Mitte des Tisches hängt. Am losen Ende des Seils ist ein Holzpflock befestigt. Der zylinderartige Tischaufsatz mit den offensichtlich in Nischen stehenden weiblichen Figuren konnte abgenommen werden und gab so ein Loch in der Mitte des Tisches frei, durch das das Seil samt Holzpflock in das darunterliegende Verließ gelassen werden konnte.

Dort unten im Verließ mußte sich der Deliquent auf diesen Holzpflock setzten und wurde soweit in die Gerichtsstube hochgezogen, daß gerade sein Kopf in der Mitte des Richtertisches sichtbar war. Daraufhin wurde das Urteil verkündet und der Gefangene wiederum in das Verließ hinabgelassen.

So zumindest wird es überliefert.





Von der Gerichtsstube führt der Weg über die Wendeltreppe aus Stein hinauf in den Rittersaal.

Rittersaal; Kultur und Museumsverein Laxenburg; Foto H. Suck


Bis zu meinem letzten Besuch des ‚Hohen Turms‘ (ist schon zwei Jahre her) war eine Besichtigung des Rittersaales wegen baulicher Mängel nicht möglich. Ob die Mängel inzwischen behoben wurden weiß ich schlicht und ergreifend nicht.

Das runde „Möbel“ in der Mitte des Rittersaals ist ein Spieletisch aus der Zeit Ende des 16. Jahrhunderts und stammt aus dem Stift Melk. Auf der Zeichnung, in der Mitte der Spielplatte aus Stein, ist ein großer Zeiger zu erkennen. Der wird in Drehung versetzt und bleibt dann auf einem der 24 Felder stehen, welche mit (mir unverständlichen) Sinnsprüchen versehen sind, die dann (denke ich einmal) über den Gewinn, oder Verlust entschieden haben. Die genauen ‚Spielregeln‘ sind mir allerdings nicht bekannt. Derzeit steht dieser Tisch im sogenannten Speise- oder Trunksaal und ist bei einer Führung durch die Franzensburg zu bewundern.


Nach dem beschwerlichen Aufstieg (für mich halt) sind wir dann endlich oben auf der Plattform des „Hohen Turms“ angekommen und können, gutes Wetter vorausgesetzt, einen wunderbaren Rundblick in die nähere und weitere Umgebung genießen. Gleich am Anfang von diesem Beitrag ist ein Foto davon zu sehen. Wer genau hinsieht, kann rechts von der Mitte den naheliegenden Anninger und links, ein wenig blass im Dunst, den wesentlich weiter entfernten Schneeberg erkennen. Ein paar Bilder die die Franzensburg von oben zeigen sollen euch einen Vorgeschmack … aber ich meine ihr solltet das mit eigenen Augen genießen.








Gewöhnlich ist die „Neue Vogtei“ (die befindet sich im ersten Stock des Traktes, in dem zu ebener Erde der
Museums – Shop untergebracht ist) nicht in der Führung eingebunden. Schade eigentlich, weil dort, unter anderen, herrliche Glasbilder von Anton Kothgasser und Gottlob Samuel Mohn zu bewundern wären.









Also ich brauche nach der Wanderung ‚über die Dächer‘ (und nicht nur dann) jedenfalls eine Erfrischung. Ich bevorzuge meist ein kühles Glas ‚Hopfenblütentee‘ und das gönne ich mir gleich in der „Kaffee-Meierei“ in der Franzensburg. Dort gibt es aber auch eine wirklich reiche Auswahl an Speisen und Getränken und allerlei kulinarische Genüsse. Und das in bezaubernden Ambiente.





Wer auf der Terrasse der Kaffee-Meierei einen Tisch nahe am Wasser des Schloßteichs ergattert, der kann vor, während, oder nach  seiner Labung auch das muntere Treiben der Wildenten und Schwäne beobachten, oder die gemächlich dahinschwimmenden, mitunter einen Meter langen Amurkarpfen bewundern.



Seinerzeit, als noch die gekrönten Regenten Österreichs Gäste in der Franzensburg empfingen, haben diese wahrscheinlich nicht die Fähre benutzt, sondern sind mit ihren Equipagen auf dem Fahrweg direkt durch das ‚Haupttor“ in die Franzensburg gefahren.




Und dort, über dem gotischen Tor war und ist heute noch das Wappen des ‚Hausherrn‘ an der Mauer angebracht. F.I. Die Abkürzung für ‚Franz I.‘





Und über der Burg wacht seit über 200 Jahren bei Regen und Wind, bei Eis und Schnee, aber auch bei Sonnenschein und drückender Hitze einsam der geharnischte Rittersmann …







... noch einige (ganz wenige) Details von der Franzensburg ...